Bandprojekt aus dem Bereich der Eingliederungshilfe für Menschen mit psychischen oder seelischen Behinderungen
Neujahrsempfang: Wert der Demokratie
Vorab:
Musikalisch begleitet wurde der Abend durch die Band „Try to be Mensch“ aus Krefeld. Der bekannte Krefelder Sänger Lukas Mokros hat die Formation im Rahmen seiner Arbeit in der Eingliederungshilfe für Menschen mit psychischer Erkrankung gegründet. Für ihre Coversongs – unter anderem von Tracy Chapmans „Baby, can I hold your hand?“ – erhielten sie viel Applaus. Nach dem offiziellen Teil bestand in der Kufa bei Getränken und kleinen Snacks Gelegenheit zum Austausch, den viele Gäste nutzten.
Bandkontakt: Lukas Mokros, lukas.mokros@skm-krefeld.de
Beim offiziellen Neujahrsempfang der Stadt Krefeld hat Oberbürgermeister Frank Meyer in diesem Jahr in besonderer Weise die Leistung der Wahlhelfenden in den Mittelpunkt gestellt. Geladen waren in diesem Jahr viele Wahlhelfende, die erstmals oder bereits fünfmal und mehr im Wahllokal im Einsatz waren. In diesem Jahr fand der Empfang in der Kulturfabrik statt, die dafür feierlich illuminiert war und sich als würdiger Rahmen für die Festlichkeit erwies. Oberbürgermeister Meyer stellte das demokratische Miteinander bewusst in den Mittelpunkt seiner Rede. „Die vergangenen Bundestags- und Kommunalwahlen haben es wieder gezeigt: „Unsere Demokratie funktioniert, sie lebt. Deshalb möchte ich diesen Abend ganz bewusst nutzen, um unsere Demokratie heute Abend zu feiern. Ja, ich meine das genau so. Feiern!“ Dafür bekam er aus dem Auditorium, von den Wahlhelfenden sowie zahlreichen Vertreterinnen und Vertreterinnen aus der der Stadtgesellschaft – Politik und Verwaltung, Religion und Kultur, Sport und Sozialverbände sowie Justiz – viel Applaus. Moderiert wurde der Abend vom Krefelder Peter Hoebertz.
Dank an Wahlhelfende: „Sie sind Botschafter für die Demokratie geworden“
Der Oberbürgermeister wies in seiner Rede auf die besondere Rolle der Wahlhelfenden für das Funktionieren dieser Demokratie hin. „Ich bin dankbar für Ihre Bereitschaft, sich einen ganzen Tag ins Wahllokal zu setzen und eine Aufgabe für die Gesellschaft zu übernehmen. Ihrem Einsatz ist es zu verdanken, dass in Krefeld auch die vergangenen Wahlen wieder geordnet abgelaufen sind – fair und frei. Sie sind mit ihrem Einsatz Botschafter für die Demokratie geworden.“ Er richtete einen dringlichen Appell an die Gäste in der Kulturfabrik: „Wir müssen alle noch viel mehr Beschützerinnen und Beschützer der Demokratie werden, denn wir erleben derzeit eine Tragik: An vielen Fronten wird versucht, unsere Demokratie zu schwächen oder zu diskreditieren.“ Frank Meyer wies dabei auf die gefährlichen Entwicklungen in den Vereinigten Staaten, in Russland und in China hin.
„Wir müssen wieder mehr lernen, Demokratie und Streit auszuhalten. Streit im Sinne des Ringens um die beste Idee ist ein Wesen der Demokratie. Ohne Streit kein Fortschritt, ohne Diskussion keine gute Entscheidung.“ Frank Meyer formulierte auch den Gedanken, dass der Kompromiss wieder mehr wertgeschätzt werden müsse. Es sei eine Leistung der Demokratie, dass im Ringen um eine gute Lösung am Ende ein mehrheitlich gefundener Kompromiss stehe. Ausdrücklich würdigte er an dieser Stelle die ehrenamtliche Arbeit der Mitglieder des Krefelder Stadtrates. „In unserem Kommunalparlament sind viele Menschen ehrenamtlich tätig. Man muss ehrlich sagen: Diese Arbeit verdient mehr Anerkennung, als sie oft bekommt. Denn was der Stadtrat entscheidet, führt zu konkreten Ergebnissen für die Krefelderinnen und Krefelder.“
Oberbürgermeister: „Haben allen Grund, in Krefeld den Optimismus zu bewahren“
Bei allen schwierigen finanziellen Herausforderungen für die Kommunen in diesen Zeiten, gebe es aber dennoch auch Anlass für Hoffnung und Mut, sagte der Oberbürgermeister. „Wir haben allen Grund, in Krefeld den Optimismus zu bewahren und uns auf die Zukunft zu freuen. Diese Zuversicht ist keine naive Weltflucht, sondern sie fußt auf Vernunft und Realismus. Ein handlungsfähiger Staat funktioniert nur mit handlungswilligen Menschen, mit Zivilcourage, Solidarität, Nachbarschaft, – wenn ich mich in Krefeld so umsehe, ist mir darum nicht bange. So viele Menschen, so viele Vereine und Initiativen, beweisen Tag für Tag, dass unsere Stadt funktioniert, dass es sich in einer Demokratie am besten leben lässt.“ Dies machte Frank Meyer an verschiedenen Beispielen fest, an denen sich Krefeld positiv entwickelt, unter anderem die Investition von 250 Millionen Euro im Programm „Krefeld macht Schule“. Die Ressource Deutschlands befinde sich schließlich nicht im Boden, sondern „zwischen den Ohren unserer Kinder“, sagte der Oberbürgermeister. Er erwähnte im Weiteren auch die städtische Sanierungsoffensive für Straßen und den Bau der Eishallen sowie die Investitionen in die Sportinfrastruktur, in das Stärkungspaket Innenstadt sowie die Veranstaltungsstätten – Kesselhaus, Theater und Fabrik Heeder.
„Wir können mutig in das kommende Jahr gehen. Demokratie bedeutet nicht: Abwarten. Demokratie bedeutet: Anpacken, Mithelfen, Unterhaken. Gerade in Zeiten des Wandels zeigt sich, wozu eine Gesellschaft fähig ist, wenn sie zusammensteht, einander zuhört und Verantwortung übernimmt“, schloss Frank Meyer in seiner Rede.
Anne Poleska als Krefelder Botschafterin für Olympische Spiele
Im zweiten Teil des Abends führte Moderator Peter Hoebertz mit Olympia-Medaillengewinnerin Anne Poleska ein Interview zur Bewerbung um die Ausrichtung der Olympischen Spiele in der Rhein-Ruhr-Region mit Krefeld. Die frühere Weltklasse-Schwimmerin Anne Poleska warb dafür, dass sich viele Bürger bei dem Ratsbürgerentscheid für Olympische Spiele in Krefeld aussprechen. Die ganze Stadt könne durch diese Spiele an Attraktivität gewinnen, auch die Sportlandschaft würde stark profitieren können. In einem Bürgerentscheid können die Krefelderinnen und Krefelder bis zum 19. April per Briefwahl über Olympische Spiele 2036, 2040 oder 2044 in der Region abstimmen. Die Unterlagen werden Mitte März an jeden Wahlberechtigten verschickt. Das Konzept setzt auf breite Zustimmung aus Bevölkerung.
Nutzung von Text und Bild mit freundlicher Genehmigung der Stadt Krefeld
Krefeld, 09.02.2026
SKM Krefeld e.V. – Vorstand