Was brauchen Jungen und Männer für ihre psychische Gesundheit?
Der Welttag der psychischen Gesundheit am 10. Oktober lenkt den Blick darauf, was Menschen brauchen, um psychisch gesund zu bleiben und Unterstützung zu erfahren. Für uns stellt sich dabei eine besondere Frage: Was brauchen Jungen für ihre Zukunft als Männer?
Noch immer lernen viele von ihnen, dass Stärke vor allem mit Durchhalten, Selbstständigkeit und Souveränität zu tun hat. Dabei kann Stärke genauso bedeuten, die eigenen Grenzen zu kennen, Gefühle zuzulassen, Verantwortung zu übernehmen oder sich Unterstützung zu holen.
Jungenarbeit kann Räume schaffen, in denen unterschiedliche Vorstellungen von Männlichkeit Platz haben – ohne Jungen vorzuschreiben, wie sie sein sollen. Sie kann dazu beitragen, ihre Handlungsmöglichkeiten zu erweitern und einen offenen Umgang mit Gefühlen und Belastungen zu fördern.
Psychisch starke Jungen brauchen keine engen Rollen. Sie brauchen Möglichkeiten. Und sie brauchen Hilfe in Krisensituationen.
„Echte Männer reden“-Podcast mit SKM-Männerberater aus Krefeld
Was passiert, wenn eine psychische Krise so akut wird, dass das eigene Leben in Gefahr ist? Wie können Menschen in solchen Situationen erreicht werden – und warum fällt es gerade Männern oft schwer, sich Hilfe zu suchen?
Diese und andere Fragen behandelt die 35. Podcast-Folge von „Echte Männer reden“. Unter dem Titel „Der Herzinfarkt der Psyche – über Suizidalität, Hilfe und Prävention“ spricht SKM-Männerberater Jan Mokros mit Janna Kleine-Huster vom Deutschen Caritasverband über Suizidalität, Hilfesuche und die Erfahrungen aus der Online-Suizidpräventionsberatung U25.
Dabei geht es um die Frage, warum Männer deutlich häufiger durch Suizid sterben, Beratungsangebote aber gleichzeitig seltener in Anspruch nehmen. Welche Rolle spielen männliche Sozialisation, Scham, Erwartungen an sich selbst und die Vorstellung, Probleme alleine lösen zu müssen?
Das Gespräch führt von den besonderen Chancen niedrigschwelliger Onlineberatung über Einsamkeit und den Umgang mit Suizidgedanken bis zur Frage, wie wir überhaupt über Suizidalität sprechen sollten. Es geht um den Werther- und den Papageno-Effekt, um wirksame Suizidprävention – und darum, warum Hilfe nicht erst dann beginnen darf, wenn aus einer Krise ein akuter Notfall geworden ist.
Und es wird politisch: Wenn wir wissen, dass Prävention wirkt und Leben retten kann, warum bleiben wichtige Beratungsangebote dann von befristeten Projektfinanzierungen abhängig?
Eine Folge über Suizidalität und Krisen, über Hilfe suchen und Hilfe annehmen – und darüber, warum Suizidprävention kein Projekt sein kann. Hier reinhören.
Echte Männer reden. ist ein Angebot des SKM Bundesverband e.V.
Krefeld, 10.10.2026
SKM Krefeld e.V. – Vorstand
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Alexander Keßel, Presse und Öffentlichkeitsarbeit
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